| Bambus |
Bambus
bildet eine Unterfamilie zur Familie der Süssgräser (Gramineae) |
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| Verbreitung |
In
einem breiten Gürtel, der sich vom 40. Breitengrad südlich bis zum
40. Breitengrad nördlich des Äquators erstreckt, wächst Bambus in
tropischen Wäldern bis über 3000 m.ü.M.. |
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| Verwendung |
Er beugt
sich elastisch und ist doch unbeugsam. Haben Wind und Regen oder die
Last des Schnees den Bambus fast zu Boden gedrückt, er wird wieder
in seine aufrechte Haltung zurückfedern. Er ist ein Symbol für die
chinesische Wesensart und steht für Elastizität, Ausdauer und
Hartnäckigkeit, für Nachgeben, Zurückweichen und doch stark
bleiben. Er ist hart wie Stahl und doch flexibel...... eben wie
Bambus. |
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Dass der
Bambus in der Kultur der asiatischen Völker eine so große Rolle
spielt, hat eine natürliche Ursache: Bambus ist in Asien eine
Pflanze, die den Menschen in allen Bereichen seines Lebens ganz
selbstverständlich begleitet. Die Menschen in Asien benutzen Bambus
als Baumaterial für ihre Häuser, für Baugerüste und Hängebrücken,
als Behälter für Essen und Trinken, für Zäune, Körbe und
kunstvolle Geflechte, als Grundmaterial für allerlei Geräte im
Haus und bei der Feldarbeit, als Waffe, als Nahrungsmittel, als
Viehfutter und als Medizin. Es gibt weltweit gesehen kaum einen
universelleren Rohstoff als Bambus, sei er nun bleistiftdünn oder
dick wie ein Ofenrohr. |
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Mehr als
ein Drittel der Menschheit, über zwei Milliarden weltweit beziehen
teilweise ihren Lebensunterhalt aus dem Erzeugen, Verarbeiten und
Vermarkten von Bambus. Jährlich werden weltweit rund 20 Millionen
Tonnen Bambus geerntet. Die produktivsten Länder – China, Indien
und Burma- verfügen zusammen über knapp 20 Millionen Hektar
Bambusfläche. |
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| Eigenschaften |
Bambus
kann bis zu einem Meter innerhalb 24 Stunden wachsen. Wo immer
Bambus statt Holz verwendet wird, schont man die deutlich langsamer
wachsende Ressource Wald. Bambus produziert viermal mehr Holz als
z.B. Eiche. Bambus erzeugt erheblich mehr Sauerstoff als Bäume, begünstigt
somit das natürliche Ökosystem und verhindert auch die durch
Rodung entstehende Bodenerosion, weil er sich durch unterirdische
Triebe, ein dichtes Netzwerk, vermehrt und verbreitet. |
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Als
Baustoff braucht Bambus den Vergleich mit Holz nicht zu scheuen. Die
Fasern des Bambus sind bis zu 1 cm lang, die im Holz der
einheimischen Bäume dagegen nur ca. 2mm. Bambus besteht aber nur zu
einem geringen Teil aus dem Holzstoff Lignin. Der Hauptanteil ist
Kieselsäure. Sie gibt dem Halm dauerhafte Festigkeit und Härte.
Zudem ist Bambus sehr widerstandsfähig gegen Feuer und Chemikalien. |
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Im Möbelbereich
wird Bambus als Furnier im Bad und in der Küche eingesetzt. Das
Material ist verhältnismäßig teuer. |
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| Aussehen |
Je nach Dämpfung
des Ausgangsmaterials entweder bräunlich Karamellfarben oder ungedämpft
hellgelblich bis beige. Durch das Produktionsverfahren bedingt
werden ca. 20 mm breite Lammellen miteinander verleimt und später
wieder gemessert. Hierdurch entsteht der typische Charakter. |